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Die zehn Instrumente|Strukturiert Denken und Handeln

Der Seefahrer, der nicht wusste, wie man forscht

Ein englischer Seefahrer kommt von einer langen Reise zurück und berichtet von einer neuen Insel, die er entdeckt hat. Er wird von einer der Königlichen Gesellschaften eingeladen, um von seiner Entdeckung zu berichten.

Die honorigen Herrn fragen ihn, was er denn interessantes gesehen hätte, und der Seefahrer berichtet von einem erloschenen Vulkan auf der einen Seite der Insel und von einem Vogel mit einem sehr langen Schnabel, der nicht fliegen konnte.
Auf die Frage, ob das denn alles gewesen sein, antwortetet der Seefahrer mit ja und dass ausschließlich diese beiden Dinge seine Aufmerksamkeit erregt hätten.

Die Herren waren natürlich unzufrieden und sagten ihm, auf seiner nächste Reise sollte er die Insel nochmals betreten und dann nach der NSOW-Methode vorgehen: "Schauen Sie zunächst nach Norden, und schreiben genau auf was Sie an Flora, Fauna und Topologie sehen. Dann tun Sie dasselbe, in dem Sie nacheinander nach Süden, Osten und Westen schauen."
Nach seiner zweiten Reis auf die Insel war sein Bericht erheblich umfangreichen und detaillierter und die Herren waren zufrieden.

Ausrichtung der Aufmerksamkeit

Bei der Analyse von Situationen, Szenarien oder Konzepten stellt sich i.d.R. die Frage, auf welche Aspekt des betrachteten Objektes man seine Aufmerksamkeit richten soll. Geht es bspw. um die Entwicklung einer Unternehmensstrategie, verwendet man häufig als Einstieg die SWOT-Analyse, wobei die einzelnen Buchstaben stehen für

Strength             (=> Stärken)
Weaknesses       (=> Schwächen)
Opportunities      (=> Chancen/Möglichkeiten)
Threats               (=> Herausforderungen).

Da man sich das Akronym SWOT und seine Bedeutung leicht merken kann, reicht in einer Diskussionsrunde die Nennung desselben, um die Aufmerksamkeit der Beteiligten schlagartig gezielt auf die entspr. Aspekte auszurichten.

Edward de Bono hat für die gezielte Ausrichtung der Aufmerksamkeit 10 verschiedene Instrumente entwickelt und diese ebenfalls mit einem einfach zu merkenden Akronym versehen.

 

K&F (Konsequenzen und Folgen)
richtet die Aufmerksamkeit auf die möglichen Konsequenzen und Folgen einer Entscheidung.

P.M.I. (Plus, Minus, Inte-
ressant)
richtet die Aufmerksamkeit auf die positioven, negativen und interessanten Aspekte einer Situation, eines Szenarios oder Konzeptes (=> quasi 6-Hüte-Methode-Light)

EAU (Erkennen, Ana-
lysieren, Unterteilen)
richtet die Aufmerksamkeit auf die uns bekannten Aspekte/Komponenten einer Situation, eines Szenarios oder Konzeptes.

BAF (Berücksichtigung aller Faktoren)
richtet die Aufmerksamkeit auf sämtliche Aspekte/Komponenten einer Situation, eines Szenarios oder Konzeptes.

 

A.Z.Z. (Absichten, Zweck, Ziele)
richtet die Aufmerksamkeit auf die Absichten, den Zweck und die Ziele unseres Denkens und unserer Handlungen.

A.M.W. (Alternativen, Möglichkeiten, Wahl-
möglichkeiten)
richtet die Aufmerksamkeit auf die Alternativen, die Möglichkeiten und die Wahlmöglichkeiten unseres Denkens und unserer Handlungen.

S.D.A. (Sichtweise der Anderen)
richtet die Aufmerksamkeit auf die Beteiligten und Betroffenen einer Situation, eines Szenarios oder Konzeptes.

W.V.W. (Wichtige vor-
handene Wertvorstel-
lungen)
richtet die Aufmerksamkeit auf die in einer Situation, eines Szenarios oder Konzeptes vorhandenen, u.U. transparenten Wertvorstellungen.

PER (Prioritäten ersten Ranges)
richtet die Aufmerksamkeit auf die unterschiedliche Dringlichkeit und Wichtigkeit einer Menge verschiedener Aspekte, Komponenten oder Aktivitäten.

BEKA (Beschluss, Entwurf / Entscheidung / Ergebnis, Kanäle, Aktionen)
richtet die Aufmerksamkeit auf die Ergebnisse unseres Denkens und mit den daraus abgeleiteten Aktionsplänen.

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